Lisa-Carlotta Küsters – Australien

Lisa ist 20 Jahre alt und kommt aus Oberndorf. Nach ihrem Abitur 2016 hat sie sich kurzerhand mit einer Auslandsreise belohnt. Seit Februar 2017 lebt sie nun in Australien, insgesamt will Lisa zwei Jahre bleiben und sich mit dem Programm Work & Travel ein wenig Geld verdienen. Dabei hat sie schon die unterschiedlichsten Jobs gehabt wie Konzert- und Festivalveranstalterin, Bedienung, Putzfrau und auf einer Bananenfarm geholfen.

Lisa, seit einem guten Jahr bist du jetzt in Australien: Australien oder Pfalz – Wo fühlst du dich zu Hause?

Derzeit würde ich sowohl Deutschland als auch Australien als mein Zuhause bezeichnen. Aber Deutschland ist meine Heimat.

Inwiefern hat dich die Pfalz geprägt?

Ich glab ’mer merkt schun wie die Palz mich geprägt hott!

Wolltest du schon immer mal im Ausland leben?

Ja, das Land meiner Träume war immer die USA, aber dann wurde Trump Präsident. Da bin ich dann lieber nach Australien.

Auswandern, auch für eine gewisse Zeit, erfordert Mut. Bist du mutig?

So viel Mut braucht man gar nicht… nur etwas Geld und Zeit! Aber ja, ich denke mal schon.

Was gefällt dir an deinem neuen Zuhause besonders?

Das Beste vorweg – McDonalds in Australien hat Frühstück den ganzen Tag, nicht nur bis 10.30 Uhr! Aber der Rest ist auch ganz in Ordnung.

Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?

Das kommt ganz darauf an ob ich reise oder gerade am Arbeiten bin. Aber um ehrlich zu sein: Party ist so oder so der gemeinsame Nenner.

Wie sieht der perfekte Sonntag für dich aus?

Von perfekt kann da nicht die Rede sein… Wäsche machen, einkaufen und für die nächste Woche Essen kochen, damit man auch was für die Mittagspause hat.

Was hat Australien, was die Pfalz nicht hat?

Das mit McDonalds hab ich schon erwähnt, oder? Naja ganz klar, die Strände, Großstädte, alle Naturgegebenheiten nah beieinander!

Was hat die Pfalz, was Australien nicht hat?

Speckwürfel! Ich habe versucht Käsespätzle zu machen. Die Speckwürfel haben dann halt gefehlt.

Was ist für dich typisch pfälzisch?

Vor allem der Dialekt ganz klar! Deswegen werde ich von anderen Deutschen auch meistens ausgelacht.

Wenn du eine Sache aus der Pfalz dauerhaft mit nach Australien nehmen könntest, was wäre das?

Da ich gerade zum Kurzbesuch in der Heimat war, habe ich mir Zigaretten und ’ne Flasche Asbach mitgenommen!

Welcher ist dein Lieblingsort in der Pfalz?

Owwerndorf!

Wenn du ein Jahr am Ort deiner Wahl verbringen könntest, wo würdest du das Jahr verbringen?

Das mache ich ja grade! Als nächstes würde ich dann nach Neuseeland gehen.

Du darfst durch die Zeit reisen: In welche Zeit und an welchen Ort willst du?

Amerika – Golden 20ies!

Du hast einen Wunsch frei. Was wünschst du dir?

Dass es in Deutschland irgendwann auch McDonalds Frühstück den ganzen Tag über erhältlich gibt!

Wo willst du deine Tage als Rentner verbringen?

Hm ein schönes Altenheim. Und ein süßer spanischer Pfleger kann sich dann um mich kümmern!

Wer war der Held deiner Kindheit und wer ist es heute?

Spongebob Schwammkopf! Daran hat sich bis heute noch nichts geändert …

Was ist dein Lieblingsort auf dieser Welt?

Disneyland!

Was war das Verrückteste, was du bist jetzt auf deiner Reise erlebt hast?

Das ist schwierig, da alles, was man erlebt in keinster Weise der Lebensart zuhause gleicht! Ich hab einen Fallschirmsprung aus 16.000 Fuß Höhe gemacht und ich war Tauchen am Great Barrier Reef, das waren zwei Highlights.

An welchem Ort in Australien warst du am längsten?

Am längsten war ich bis jetzt in Sydney! Dort habe ich viel gearbeitet und hatte viele Freunde! Derzeit plane ich länger in Melbourne zu bleiben. Ich habe bisher nur in Hostels gelebt! Vielleicht ziehe ich bald in eine Wohnung, aber um ehrlich zu sein, ich liebe das Hostelleben einfach zu sehr.

Hat dich Australien verändert?

Ich denke ich habe mich sehr viel verändert … muss ich ja irgendwie?! Ich bin nicht mehr so spießig wie zuvor, weniger gestresst, weniger deutsch, mehr verrückt, mehr fröhlich!

Fotos: Lisa Küsters

Work & Travel

Work & Travel ist eine gute Gelegenheit, um ein fremdes Land auf besondere Weise kennenzulernen und dabei Geld zu verdienen. Mit Gelegenheitsjob auf Farmen, in Restaurants oder in der Gastronomie verdient man den Lebensunterhalt auf Reisen. Ob nach dem Abitur oder in den Semesterferien, ein Auslandsjahr ist eine einmalige Erfahrung. Wer sich informieren will, findet beispielsweise bei www. auslandsjob.de oder bei Organisationen wie STA Travel, TravelWorks oder Praktikawelten weitere Informationen.

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